In den letzten Jahren sind die Mietpreise in Mexico City dramatisch angestiegen. Gleichzeitig haben sich seit der Covid-Pandemie sehr viele digitale Nomaden aus den USA in der Stadt niedergelassen. Das Leben ist günstiger, die Zeitzone nahe an der Heimatzeit und die Millionenstadt bietet Kultur, Vergnügen und Businesskontakte.
Im angesagten Quartier La Condesa fanden am 4. Juli Proteste mit Ausschreitungen statt. Die mexikanischen Bewohner beschuldigen die Dollar-Verdiener, mit ihrer Kaufkraft die Mieten derart in die Höhe zu treiben, dass Einheimische, wenn auch reich, dort nicht mehr wohnen können.
Generell wird bei Debatten den Zugezogenen praktisch die alleinige Schuld der Mietpreiskrise gegeben. Doch stimmt das? Für Radio SRF info durfte ich das erläutern. (Auf grüne Schrift klicken)
Bild: An die Reklame einer Baufassade eines teuren Neubaus in Mexico City wurde «Pinche Gringo» (Scheiss Gringo) geschrieben. Foto: Flurina Dünki